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"Begegnung mit dem Tod –
Mara Wagenführ zeigt Bilder aus ihrem geheimen Leben"

Müller, Katrin Bettina; tip 17/06( 10. August 2006)

 

War die Heilige Maria ein Popstar? Das Ornamentale des Heiligenkults und der Glamour des Boulevards; die Emblematik von Tatoos und die Tätowierung der Leinwand durch das Aufsticken von Blumen; Symbole des Todes und mythische Figuren der Erwartung wie das Einhorn, das die Jungfrau vor ihrer Initiation in die Welt der Erwachsenen begleitet – sie alle sind in den Bilde der 30-jährigen Malerin Mara Wagenführ miteinander verwoben.

In den Farben und Formen spielt sie mit der Anmutung einer immer schon zu süßen Kleinmädchenwelt, die an der Schwelle der Veränderung den Augenblick des Übertritts hinauszögert. Überall aber ist der Fundus an Motiven durchsetzt von dem Wissen, dass nichts so bleiben wird, wie es ist. Zart, wie der Schnitt durch eine Pflanze, wirkt der Abdruck einer Computertomografie des Hirns, den die Malerin wie eine Signatur in ihren Bildern wiederholt. Die Begegnung mit dem Tod ist auch in Ketten von Schädeln festgehalten.

Es ist kein Zufall, dass man vor ihren Bildern an Motive und den Stil der mexikanischen Malerin Frida Kahlo denkt – Mexikoaufenthalte haben Mara Wagenführ sehr beeindruckt, und ein gefährlicher Unfall ließ sie die Zerbrechlichkeit des Lebens erfahren. So ist, was so fantastisch wirkt, tatsächlich auch ein Tagebuch über eine Gefahr, der sie gerade so entkommen konnte.

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